Der ETRM Workflow - Anforderungen im Projekt richtig erfassen und verfolgen
AllgemeinDas Konzept: Transparenz durch Struktur
Im modernen Engineering scheitern Projekte selten an fehlendem Fachwissen, sondern meist an mangelnder Kommunikation und unklaren Anforderungen. Das ETRM-Konzept setzt genau hier an: Es bündelt alle technischen und vertraglichen Anforderungen in einer zentralen Instanz.
Ziel ist es, den "Single Point of Truth" so früh wie möglich zu etablieren. Durch die Verknüpfung von initialer Erfassung, versionierter Bearbeitung und automatisiertem Abweichungs-Tracking werden Veränderungen für alle Beteiligten – vom Kunden über den Projektleiter bis zum Ingenieur – sofort sichtbar und bewertbar.
Der ETRM-Workflow
Der folgende Workflow beschreibt den iterativen Prozess von der ersten Anforderungsliste bis zum finalen Projektabschluss.
Phasenbeschreibung
Phase 1: Projektstart (Setup)
In dieser Phase werden die Weichen gestellt. Anforderungen werden aus verschiedenen Quellen (z.B. Excel-Listen, PDF-Verträge) importiert. Sobald die Vertragspartner sich auf einen Stand geeinigt haben, wird die Baseline v1.0 erstellt. Dies verhindert die gefürchtete "Requirement Creep" (das unkontrollierte Anwachsen von Anforderungen ohne Budgetanpassung).
Phase 2: Iterative Ausführung
Projekte sind dynamisch. Ingenieure detaillieren Anforderungen aus, und Kunden ändern ihre Wünsche.
- Snapshot-Prinzip: Zu jedem wichtigen Meilenstein wird ein Snapshot erstellt.
- Delta-Analyse: Das System vergleicht den aktuellen Stand mit der Baseline. So wird sofort transparent, welche Änderungen zusätzliche Ressourcen oder Zeit benötigen.
Phase 3: Abschluss & Archivierung
Am Ende steht der As-Built Snapshot. Er dokumentiert exakt, was geliefert wurde. Durch den Export der vollständigen Historie ist die Dokumentation revisionssicher und dient als wertvolle Basis für zukünftige Projekte ("Lessons Learned").