Musterprojekt Batteriemanagementsystem
EinstiegAlle Beispiele und Bilder dieser Hilfe stammen aus einem durchgängigen Musterprojekt: dem Batteriemanagementsystem (BMS) der Hochvoltbatterie eines Elektrofahrzeugs in den Varianten 400 V und 800 V. Das Projekt ist so gewählt, dass es den typischen Ablauf bei Automobilzulieferern zeigt: Ein Fahrzeughersteller liefert ein Lastenheft, der Zulieferer leitet daraus Sicherheitsziele und Systemanforderungen ab und weist sie mit Testfällen nach.

Selbst ausprobieren
Unter Projekte → Neues Projekt → Demo-Projekt laden Sie den Datensatz in eine Ihrer Gruppen. Sie erhalten Konfiguration, Module, Artefakte, Links und die Baselines v1.0 und v1.1 mit den verdächtigen Links. Review, Änderungsantrag und Kommentare gehören zu den fiktiven Personen der Musterfirma und sind nur auf den Bildern dieser Hilfe zu sehen; legen Sie sie zum Üben selbst an.
Inhalt
| Modul | Inhalt |
|---|---|
| Stakeholder-Anforderungen | Lastenheft des Fahrzeugherstellers mit 20 Anforderungen (Funktionen, Sicherheit, Umgebung, Schnittstellen) |
| Sicherheitsziele | 4 Sicherheitsziele aus der Gefährdungs- und Risikoanalyse nach ISO 26262 mit ASIL |
| Systemanforderungen | 40 Systemanforderungen und 3 Randbedingungen, gegliedert nach Messung, Zustandsschätzung, Laden, Ausgleich der Zellen, Schutzfunktionen, Kommunikation und Diagnose, Betrieb und Umgebung |
| Verifikation | 30 Testfälle (Prüfstand, Hardware-in-the-Loop, Fahrzeug) mit Testergebnis |
| Glossar | 10 Fachbegriffe wie Ladezustand (SoC), Hauptschütz, Thermisches Durchgehen |
Die Konfiguration ergänzt das Profil ISO/IEC/IEEE 29148 um den Typ Sicherheitsziel und Attribute wie ASIL, Variante, Grenzwert und Einheit. So sehen Sie, wie sich ein Projekt an eigene Normen und Begriffe anpassen lässt (Projekteigenschaften).
Was Sie darin finden
- Traceability: 90 Links. Systemanforderungen leiten sich aus Lastenheft und Sicherheitszielen ab, Testfälle verifizieren Anforderungen. Einige Anforderungen sind absichtlich nicht verifiziert oder ohne Link, damit Abdeckung und Kennzahlen etwas zu zeigen haben.
- Verdächtige Links: Nach einer Lastenheftänderung (Schnellladen in 18 statt 20 Minuten) sind vier Links als verdächtig markiert.
- Baselines: v1.0 (Angebotsstand, freigegeben durch die Qualitätssicherung) und v1.1 (nach Lastenheft Rev. B). Der Vergleich zeigt genau sieben Unterschiede.
- Review: „Review Schutzfunktionen v1.1“ mit Freigaben, einer Ablehnung mit Begründung und einem offenen Kommentar.
- Änderungsantrag: ÄA-1 „Schnellladezeit von 20 auf 18 Minuten verkürzen“, angenommen, mit Auswirkungsliste.
- Kommentare mit @Erwähnung zwischen den Personen der Musterfirma.
- Absichtlich schwache Formulierungen in fünf Anforderungen, an denen die Formulierungsprüfung greift (z. B. „möglichst genau“, „Details TBD“).
Personen der Musterfirma
| Person | Rolle in der Gruppe | Aufgabe im Beispiel |
|---|---|---|
| Claudia Brandt | ADMIN | Projektleitung, entscheidet Änderungsanträge |
| Anna Keller | EDIT | Systemingenieurin, stellt den Änderungsantrag |
| Bernd Vogel | COMMENT | Qualitätssicherung, gibt Baselines frei |
Hinweis: Die früheren Lastenheft-Vorlagen (Schweißvorrichtung, Passiver Balancer und weitere) sind entfallen. Sie bildeten nur eine Ebene ohne Traceability ab. Eigene Vorlagen erstellen Sie, indem Sie ein Projekt kopieren (Projekte anlegen und verwalten).